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Schufa Score |
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Der Schufa Score - oder das neue Orakel von Delphi Das Problem: Sie verfügen über ein gehobenes Einkommen, haben unbelastete Immobilien oder Vermögenswerte, zahlen seit Jahrzehnten pünktlich und zuverlässig ihre Rechnungen und haben eine hervorragende Bonität. Es liegen keine negativen Schufa-Einträge über Sie vor. In einem Schreiben teilt Ihnen ein Versandhaus, eine Autofirma, ein Mobilfunkanbieter o.ä. mit, daß man lieber doch auf eine Zusammenarbeit mit ihnen verzichten möchte. Was ist geschehen?
Die Erklärung: Das Schufa-Orakel hat zugeschlagen. Zunächst ist festzustellen, daß ein Schufa-Score sowieso nur berechnet wird, wenn man keinen negativen Eintrag vorliegen hat, also bislang alle Forderungen regelrecht bedienen konnte. Diese offensichtlichen Fakten reichten der Schufa aber nicht, sie wollten das zukünftige Risiko von bislang korrekt zahlenden Kunden ermitteln, daß diese zukünftig die gestellten Forderungen nicht mehr begleichen! Die Schufa erfaßt nach eigenen Angaben folgende Dinge:
Die Schufa hat aber keine Informationen zu folgenden relevanten Daten:
Das heißt also konkret, daß die Schufa aus belanglosen Sachen wie Anzahl der Handyverträge (möglicherweise auch dem Anbieter), Adressen ("feine" oder "schlechte" Adresse*), Namen (möglicherweise ausländische Vornamen/Namen anders bewertet), Kreditkarten (vielleicht "besseren" und "schlechteren" Banken), Leasingverträgen (möglicherweise "gute" und "schlechte" Automarken"), etc. ausschließlich bei bislang brav zahlenden Kunden einen Score errechnet, der aussagefähig sein soll. Die Schufa beruft sich dabei auf eine Auswertung ihres großen Datenbestandes. Folgende Schlüsse sind mit einfachen logischen Folgerungen zu ziehen:
Info für Firmen: Der Schufa-Score kann nur ein indirekte Abschätzung für die Ausgabensituation sein. Über die Einkommenssituation und Finanzstärke der Privatperson kann keine Auskunft gegeben werden. Insbesondere bei Personen am oberen 1 - 5% der Einkommensskala sowie Freiberuflern kommt es regelmäßig zu falschen Schufa-Scores. Firmen, die sich auf den Score verlassen, lehnen nicht nur häufig zu unrecht finanzstarke Privatpersonen ab sondern verärgern auch gerade diese Entscheider in wirtschaftlichen Unternehmen. Der finanzielle Verlust für die Unternehmen ist im Einzelfall nicht absehbar. Einige Unternehmen berichten, daß sie nach einem "Screening" des Schufa-Scores der Manager und leitenden Angestellten ihres Unternehmens aufgrund der nicht nachvollziehbaren Ergebnisse von dem Scoring-Verfahren Abstand nehmen wollen. Das Vorgehen: Leider kann man die Mitgliedschaft in der Schufa nicht kündigen! Eine Löschung der Scores ist möglich, dürfte aber dazu führen, daß man zukünftig ohne Kreditkarte, ohne Handy, ohne Internet auskommen muß. Im Internet einkaufen wird ebenfalls nicht mehr möglich sein. Schufa Zunächst ist wichtig, eine Eigenauskunft der Schufa zu erhalten. Dies geht in den Geschäftsstellen oder online (www.schufa.de). Dabei sollte man nicht die branchenspezifischen Scores vergessen, die sind häufig das Übel. Ein Widerspruch gegen den Score sollte man auf jeden Fall per Einschreiben an die Schufa schicken. Dabei ist es sinnvoll, bei der Hausbank zu fragen, wie hoch diese die Gefahr eines Zahlungsausfalls sehen und sich dieses notfalls auch schriftlich bestätigen zu lassen. Nicht vergessen, Erläuterungen zur Berechnungsgrundlage des Scores anzufordern. Hier die Adresse: SCHUFA Holding AG Herr Binkowska ist Ausichtsratsvorsitzender der Schufa Holding AG und garantiert an Problemen mit zurecht unzufriedenen "Kunden" interessiert. Datenschutzbeauftragter Sehr interessiert an diesen Fällen sind auch die Landes- oder Bundesämter für Datenschutz, denen die Schufa-Scores schon lange ein Dorn im Auge sind: Der Bundesbeauftragte für den
Datenschutz und die Informationsfreiheit Bundesverbraucherzentrale Ebenso haben sich die Verbraucherzentralen mit den Scores beschäftigt und bestehen auf mehr Transparenz: Verbraucherzentrale Bundesverband
e.V. Klage Es gibt einen Paragraphen im bürgerlichen Gesetzbuch, der zutreffen kann: BGB § 824 Kreditgefährdung (2) Durch eine Mitteilung, deren Unwahrheit dem Mitteilenden unbekannt ist, wird dieser nicht zum Schadensersatz verpflichtet, wenn er oder der Empfänger der Mitteilung an ihr ein berechtigtes Interesse hat.
* laut Auskunft der Schufa hat die Adresse keinen Einfluss auf den Score. Leider legt die Schufa die Scoreberechnung grundsätzlich nicht offen, so dass diese Aussage nicht überprüfbar ist.
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