15.-19.05.2006, Sight City

  

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Kommentar von Dr. Olav Hagemann, Vorsitzendem der Achromatospie Selbsthilfe e.V.

 

Dilettantismus oder Desinteresse?

persönliche Erfahrungen vor, auf und nach der Sight City 2006

Zunächst einige Anmerkungen im Vorfeld: dies ist eine rein persönliche Einschätzung der abgelaufenen Vorgänge. Als Gründer und Vorsitzender der Achromatopsie-
Selbsthilfegruppe und weit über 150 ehrenamtlichen Stunden im letzten Jahr (allein für die Achromatopsie-Selbsthilfegruppe neben weiteren ehrenamtlichen Tätigkeiten) bilde ich mir jedoch ein, aus der Sicht von Selbsthilfegruppen sprechen zu können. 

Die Tatsache, daß Kindergärten, Schulen, Arbeitgeber, Versorgungsämter, Krankenkassen und Landschaftsverbände inakzeptabel mit Achromaten oder deren Eltern umspringen ist immer wieder Thema auf unseren Selbsthilfetreffen. Hier wird man gerne in die "Schmarotzer-Ecke" platziert, wenn man lediglich gesetzlich verbürgte Rechte einfordert. 

Als Journalist, Arzt und mittelständischer Unternehmer bilde ich mir ebenfalls ein, Stil, Anstand und Kundenzufriedenheit auch aus der Sicht eines Wirtschaftsbetriebes und Dienstleisters beurteilen zu können. 

Als Vorsitzender unsere Selbsthilfegruppe habe ich versucht, unseren Verein auf der Sight City vorzustellen. Ein 10 Quadratmeter Sight-City-Stand kostete 1300 Euro (130€/qm für 2 Tage!). Den Preis fand ich selbst bei einem halben Stand für eine Selbsthilfegruppe indiskutabel. 

Hier sei mir eine kleine Anmerkung gestattet: ein 35 qm Zimmer im Adlon Kempinski in Berlin kostet für 2 Tage 760 € (22€/qm für 2 Tage).

Nach viel zäher Diskussion wurde uns (was ich zunächst recht freundlich fand) ein Stand kostenlos zugesagt. 

Auch hier eine Anmerkung: bei anderen Veranstaltungen wie z.B. dem Sehbehindertentag in Essen ist eine freundliche, kostenlose Einladung aller interessierten Selbsthilfegruppe selbstverständlich.

Erste Probleme traten auf, als wir den unverschämten Wunsch nach einem runden Tisch, 2 Pinnwänden und  8 Stühlen äußerten. Ein kleiner Tisch (80 x 80 cm), 2 Stühle und eine Posterwand seien (es sei ja schließlich kostenlos!) ausreichend. Besucher (sehbehindert?!) müssten dann bei 2 Standbetreuern halt stehen!

Ein Angebot, mit einem Vortrag das Rahmenprogramm aufzuwerten wurde abgelehnt.

Anmerkung: der von Frau Professor Käsmann gehaltene Vortrag, der leider improvisiert an unserem Stand gehalten werden mußte, war (wie immer) brillant. Die von ihr bekannte Mischung zwischen fundiertem Fachwissen, verständlicher Präsentation der Fakten und Empathie ist einmalig. So spannte ihr Vortrag den Bogen von der lockerer Vermittlung komplizierter Fakten, über das Eingehen auf individuelle Fragen bis zum Erarbeiten individueller Lösungsvorschläge um alles wieder in allgemeingültige Konzepte zusammenzufassen. Meiner Meinung nach war es der beste Vortrag der Sight City, der sicher ins offizielle Programm gehört hätte, damit alle Interessierten hätten teilnehmen können.

Am 15.5 konnten Herr Gerrlich (2.Vorsitzender) und ich erst um 11 Uhr auf der Sight City anwesend sein. Dabei stellt sich die Situation wie folgt dar:

Niemand wußte auf der Sight City von einem Achromatopsie-Stand. Eine Begrüßung oder Hilfestellung seitens der Organisatoren fand nicht statt. Im Katalog wurde der Verein nicht gelistet. Auskunft konnte uns niemand erteilen. Lediglich ein Lageplan wies eine Präsentationsfläche in der Lounge (Durchgangsraum) vor den Räumen der übrigen Selbsthilfegruppen für die Achromatopsie-Selbsthilfegruppe aus. Dort befand sich bei unserem Eintreffen: NICHTS. Angesprochene Sight-City Mitarbeiter konnten nicht weiterhelfen. Man interessierte sich auch nicht wirklich für unser Problem. Nach einigem Druck holten zwei Mitarbeiter die zugesagten Posterwände aus einem Lager. Hinweise über die Empfindlichkeit oder besondere Instruktionen zur Posterwand wurden nicht gegeben!

Anmerkung: Vereinbarungen wurden nicht eingehalten, Beschwerden nur wiederstrebend angenommen: entweder Dilettantismus oder Desinteresse!

Bei der Präsentation der Selbsthilfegruppen wurden wir ebenfalls leider nicht vorgestellt. Frau Käsmann, die bei der Präsentation die NOAH vertrat, hatte es sich jedoch nicht nehmen lassen, auch über ihre Tätigkeit für die Achromatopsie Selbsthilfe e.V. zu berichten. 

Beim Abbau stellte sich heraus, daß die Posterwände nicht Tesa-fest waren. Tesastreifen beschädigten beim Ablösen punktuell die Oberfläche der Posterwände. Eine Einweisung oder Notiz, dass die Pinnwand nicht einmal Tesa-fest ist, wovon man billigenderweise ausgehen musste, war nachweislich nicht vorhanden. Auch das Messe-Personal, das die Pinnwand aus dem Lager geholt hatte, hat uns nicht diesbezüglich informiert.

Die Achromatopsie-Selbsthilfegruppe erhielt eine Rechnung von 108€ über die Reparaturkosten für beschädigte Pinnwände.

Eine Beschwerde meinerseits mit dem Hinweis auf ein inakzeptables Verhalten der Organisatoren wurde wie folgt beantwortet:

Brief des Sight City Orga-Teams
  (rot: Anmerkungen Hagemann)

Sehr geehrter Herr Dr. Hagemann,

mit Ihrem Schreiben, das am 31.10. bei, uns eintraf, ist der "Fall" absolut nicht erledigt. Ich habe es dem Organisationsteam zur Kenntnis gegeben, und dessen Mitglieder fanden starke Worte zu Ihrem Schreiben, die ich hier nicht wiedergeben möchte.

Sie dürfen gerne fachjournalistisch über den "Umgang der Sightcity-Organisatoren mit Selbsthilfegruppen" berichten, ...

Hiermit geschehen...

... aber ich weise Sie aus presserechtlichen Überlegungen schon jetzt auf die Tatsachen hin:

Gemeinnützige Organisationen -also auch Selbsthilfegruppen-  erhalten von jeher auf der Sightcity einen Nachlaß von 30%, sie bezahlen also gerade die Raummiete und keine Organisationskosten/ Werbekosten/ Möbel/ Stellwände etc., ...

Dann kostet ein 10qm Stand ja für gemeinnützige Organisationen nur noch 910€ !!! 

... während sie alle Leistungen für die Aussteller erhalten (z.B. Ausstellerausweise, Verpflegungsbons, Katalogeintrag etc.) Viele davon erhalten zudem die Möglichkeit, den Restbetrag durch Gegenleistungen zu erbringen.

Interessant: Gegenleistungen... wußte ich nichts von ... welche denn?

Ihre Organisation hat hingegen einen Stand kostenlos erhalten, da Sie angeblich nur einen Tisch haben wollten. 

Ebenso hatten Sie Tisch und Pinwand (für die wir Miete bezahlen) kostenlos. 

Daß Sie sich dann eigenmächtig noch weitere Tische, Stellwände und Stühle bringen ließen (deren Miete wir ebenfalls bezahlen "durften") ..

...macht dann zusammen: mindestens 3 Tische, sowohl Pinn- als auch Stellwände (?), und scheinbar mehrere Stühle...

...nun die Fakten:

Nachdem wir unseren tollen Standort im Durchgangsraum gefunden hatten (reicht ja für Leute, die alles umsonst bekommen) fanden wir dort folgendes vor:

NICHTS

Nun, wir hätten uns trotz aller Zusagen auf den Boden gesetzt (es war ja gar nichts da!!!), aber in Anbetracht der Sehbehinderten, die unseren Stand besuchen wollten fanden wir das äußerst unpassend. Wir haben dann, nachdem nichts da war, nachdem niemand etwas wußte und nachdem niemand zuständig war, wirklich um eine Posterwand (die Mitarbeiter brachten dann 2) gebeten und einen herumstehenden Tisch und 2 Stühle in Beschlag genommen. 

... und letztlich ohne Rücksprache einen guten Teil der Lounge A belegt haben, will ich hier lediglich erstaunt vermerken und nicht weiter kommentieren. 

Ein Tisch?? Zwei Stühle?? Zwei Posterwände?? ..oder meinen Sie die Horde von Leuten, die sich vor dem Stand aufhielten?? Hätten wir die vertreiben müssen?

Wir sind jedenfalls ein solches Verhalten von unseren Ausstellern nicht gewohnt.

Möglicherweise behandeln Sie diese auch besser...

Weiterhin: Mit Ihrer Teilnahme auch wenn wir Ihnen diese kostenlos ermöglicht haben, haben Sie ein Anmeldeformular unterschrieben und die Teilnahmebedingungen anerkannt. Dort steht unübersehbar, sogar in Rot, daß die Reparatur beschädigten Mobiliars von den verantwortlichen Ausstellern zu bezahlen ist. 

Und: - ich scheue mich fast, es nieder zu schreiben - eine PINWAND heißt nicht ohne Grund Pinwand und nicht Klebewand oder so ähnlich.

Wow, das saß (man beachte den ausgeklügelten Wortwitz) !!!! Aber wo wir schon einmal bei Gehässigkeiten sind: Pinnwand wird mit zwei NN geschrieben, da man schließlich etwas aufpinnen und nicht seinen PIN-Code eingeben soll !!

Wie Sie wissen, oder wissen sollten, veranstalten die Aussteller die Sightcity aus Kostengründen in Eigenregie, ...

...und wer spart da bitteschön Kosten?

...um die eingesparten Kosten den Besuchern zugute kommen zu lassen ? Sei es in Form kostenloser Guides oder von Verzehrgutscheinen. Es ist nicht vertretbar, daß diese Beträge, durch die Kosten für individuell verursachte Beschädigungen reduziert werden. Wir haben Ihnen dabei die Reparaturkosten für die beschädigte Wand ohne Bearbeitungsaufschlag weiter gegeben.

Ihr soziales Engagement treibt einem, der sich ein Großteil der Freizeit ehrenamtlich für soziale Projekte engagiert, wirklich die Tränen ins Auge!

Zur Erledigung der Angelegenheit erwarten wir gerne den Ausgleich unserer Rechnung, die Ihnen vorliegt.

SightCity
Orga-Team

 

mein Fazit: bei der Sight City geht es um Kommerz. Es geht ausschließlich darum, Sehbehinderte als Käufer für Produkte zu gewinnen. Selbsthilfegruppen dürfen nur mitmischen, wenn sie kräftig dafür zahlen. 

Dies ist, um nur ein Gegenbeispiel zu nennen, beim Sehbehindertentag in Essen anders. Hier sind Selbsthilfe-
gruppen wirklich (!) herzlich (!) willkommen!

 

Dr. med. Olav Hagemann

 

Kommentare an:

mich: webmaster@achromatopsie.de

die Organisatoren der Sight City: ees@metec-ag.de

 

 

Impressionen vom Achromatopsie-Stand:

   

 

Vortrag Frau Prof Käsmann: Insgesamt über 40 Personen, überwiegend Vereinsmitglieder aber auch einige Interessierte, hörten einen spannenden, informativen Vortrag. Vor allem eine ausgeprägte Interaktion zwischen Referentin und Auditorium rundeten diesen gelungenen Vortrag ab. Anschließend stand Frau Prof. Käsmann noch Ratsuchenden in Einzelgesprächen zur Verfügung. An dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank an Frau Prof. Käsmann für Ihre kompetente und freundliche Unterstützung unseres Selbsthilfe-Vereins. 

 

 

 

  

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