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Dr.
med. Olav Hagemann
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Synonyme:
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Tocopherol |
Material:
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2 ml Serum |
Norm:
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Klientel
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Norm
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Kinder |
Frühgeborene
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1,3-4,9 mg/l
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1-2 Jahre
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3-9 mg/l
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13-19 Jahre
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6-10 mg/l
|
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Erwachsene
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6-18 mg/l
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Physiologie:
 | Nomenklatur:
 | Der Begriff Vitamin E gilt als Sammelbezeichnung für
alle natürlichen und synthetischen Tocol- und Tocotrienolderivate, die
qualitativ die biologische Aktivität von α-Tocopherol
zeigen. |
 | Tocopherol ist der Überbegriff für alle Mono-, Di- und Trimethyltocole. Tocotrienol ist der Überbegriff für alle Mono-, Di- und
Trimethyltocotrienole. |
 | Für die natürliche stereoisomere Form von α-Tocopherol
soll die Bezeichnung RRR-α-Tocopherol
verwendet werden. Alle anderen stereoisomeren Tocopherole sollen analog
bezeichnet werden. Der Begriff α-Tocopherol
sollte wenn möglich nicht ohne Angabe der Konfiguration verwendet werden |
|
 | Resorption:
 | Resorption zusammen mit Fetten im Dünndarm →
Tocopherylester werden im Dünndarm von Pankreaslipasen und Esterasen der
Darmmukosa hydrolysiert → ca. 30% des
mit der Nahrung aufgenommenen α-Tocopherols
werden resorbiert → Inkorporation in
Chylomikronen und intestinale VLDL →
Abtransport über das Lymphsystem (z.T. auch über die Pfortader) →
im Blut Austausch zwischen allen Lipoproteinfraktionen (VLDL, LDL, HDL) |
|
 | Transport im Blut:
 | 45-65% im Plasma (ausschließlich in den Lipoproteinen) |
 | 35-55% in Erythrozyten |
 | 0,1-0,3% in Thrombozyten |
 | 0,03-0,01% in Leukozyten |
|
 | Speicherung:
 | in der Nebennierenrinde und dem Fettgewebe finden sich
die höchsten α-Tocopherol-Gehalte |
 | bei Erwachsenen mit Unterversorgung dauert es 1-2 Jahre,
bis klinische Symptome zu beobachten sind |
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 | Aufgabe:
 | Bestandteil aller biologischen Membranen in tierischen
Zellen → wichtigste biologische
Funktion: Membranlipide, Lipoproteine und Depotfette vor dem Abbau durch
Lipidperoxidation zu schützen |
 | Antioxidans: Zellmembran wird von Radikalen angegriffen →
Bildung von Lipid-Peroxyradikalen →
Vitamin E fängt Radikale ab →
Vitamin E-Radikal → Regeneration zu Vitamin E durch Vitamin C |
 | unentbehrlich für normale Funktion der männlichen
Keimdrüsen, eines normalen Schwangerschaftsverlaufs, die
Funktionstüchtigkeit von Nervensystem und Muskulatur |
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 | natürliches Vorkommen:
 | Mais |
 | Sojabohnen |
 | Weizen |
 | Pflanzenöle |
 | Eier |
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erniedrigt:
 | Hypovitaminosen im eigentlichen Sinn sind heute fast
unbekannt! |
 | Frühgeborene |
 | Malabsorptionssyndrome:
|
 | erblich bedingten Mangel an β-Lipoproteinen (Abetalipoproteinämie) |
 | FIVE (familial isolated vitamin E deficiency):
 | Erbkrankheit |
 | wahrscheinlich defektes Gen für das
Tocopherol-Transferprotein |
|
 | Leberzirrhose |
 | β-Thalassämie (siehe Hämoglobin-Elektrophorese) |
 | heriditäre Sphärozytose (siehe Blutbild, klein) |
erhöht:
Klinik:
 | Mangel:
 | milde gastrointestinale Beschwerden, selten Übelkeit |
 | Koagulopathie bei Antikonvulsivatherapie |
 | erhöhte Hämolyseneigung →
Anämie |
 | Ablagerungen von Lipofuscin (Alterungspigmente, die durch
Lipidperoxidation entstehen) in Muskelzellen und Intestinum |
 | neurologische Störungen:
 | bei Erwachsenen treten Neuropathien aber erst nach 10-20
Jahren auf |
 | bei Kindern können sich solche Symptome schon nach 18-24
Monaten entwickeln
|
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 | Überdosierung:
 | verminderte Aufnahme anderer fettlöslichen Vitamine
|
|
Siehe auch:
|