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T3,
freies
T3,
Gesamt-
T3-Uptake
T4,
freies
T4,
freies-Index
T4,
Gesamt-
T4/TBG-Quotient
TAK
Tbc-Diagnostik
TBG
Telomerase
Testosteron
Testosteron, freies
Tetanus-Antikörper
Tetrahydrocannabinol
Thallium
T-Helfer/Suppressor-
Index
Theophyllin
Thrombinzeit
Thrombophilie-
Screening
Thromboserisiko,
erbliches Patienteninformation
Thromboplastinzeit
(Quick, TPZ)
Thrombozyten
Thrombozyten-
Antikörper
Thymidinkinase
Thyreoglobulin
Thyreoglobulin-
Antikörper
Thyroxin
Thyroxin-
bindendes-Globulin
Toga-Virus
Tollwut-Antikörper
Tonsillitis-/
Pharyngitis-
Erreger-Nachweis
Tonsillitis/Pharyngitis-
Virus-Antikörper
TORCH-Infektionen
Torulopsis
Toxikologische
Untersuchungen
Toxocara-Antikörper
Toxoplasmose-
Antikörper
TPA
TPHA-Test
tPSA
TRAK
Transaminasen
Transferrin
Transferrin-Rezeptor,
löslicher
Transferrin-Sättigung
Treponema-pallidum-
Hämagglutination
TRH-Test
Trichinen-Antikörper
Trichomonaden
Trichuris
Triglyzeride
Trijodthyronin
Triple-Diagnostik
Triple-Test
Troponin-T
Trypanosomen
Trypsin
TSH-basal
TSH-Rezeptor-
Antikörper
Tuberkulose-DNA-
Nachweis
(PCR)
Tuberkulose-Nachweis
Tularämie
Tularämie-Antikörper
Tumormarker
Typhus

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Dr.
med. Olav Hagemann
zur
Umfrage
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Material:
 | Sputum |
 | Magennüchternsaft |
 | frischer Morgen-Urin (1. Portion) |
 | Ejakulat |
 | Punktate |
 | Gewebeproben |
Diagnostik:
 | Mikroskopischer Nachweis:
 | Anreicherung →
Ziehl-Neelsen-Färbung → es müssen
mindestens 104 Keime/ml vorhanden sein, um ein positives Ergebnis zu erhalten |
 | zwischen Tuberkulosebakterien und ubiquitären
Mykobakterien kann nicht unterschieden werden |
 | ein positiver Befund aus dem Sputum ist trotzdem nach dem
Infektionsschutzgesetz meldepflichtig!
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 | kultureller Nachweis:
 | Vorbehandlung: Dekontamination des Untersuchungsmaterials
mit N-Acetyl-L-Cystein-NaOH →
Zentrifugation → Sediment wird auf
Nährmedien eingebracht: |
 | Flüssigmedium (MB Redox Fa. Biotest):
 | Testprinzip: falls Mykobakterien im Nährmedium
(modifiziertes Kirchner-Medium) wachsen (Vitaminkomplex beschleunigt Wachstum)
wandelt das Redox-System der Mykobakterien das farblose Terazoliumsalz in ein
wasserunlösliches, stabiles rosa bis violettes Formazan (Farbumschlag in dem
Fläschchen der Flüssigkultur weist auf Mykobakterien hin) |
 | andere Keime werden durch das Nährmedium und das
Antibiotikagemisch supprimiert (PACT= Polymyxin B, Amphotericin B,
Carbenicillin, Trimethoprim) |
 | Vorteil: Durch die lange Generationszeit von
Tuberkulosebakterien (16 bis 20h) werden auf Festmedien sehr lange
Anzuchtzeiten (6 bis 12 Wochen) benötigt. Durch den Einsatz eines
Flüssigmediums wird neben der Erhöhung der Sensitivität die Detektionszeit
verkürzt → Nachweis z.T. nach ein
bis zwei Wochen möglich |
 | ca. 10 Bakterien/ml reichen aus, um ein positives
Ergebnis zu erzielen |
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 | Festmedien:
 | Löwenstein-Jensen |
 | Gottsacker |
 | ca. 100 Bakterien/ml werden benötigt, um ein positives
Ergebnis zu erzielen
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 | weitere Diagnostik:
 | Tuberkulintest:
 | Nachweis einer Tuberkulose-Infektion ohne Erkrankung |
 | nur bei nicht BCG-(Bacillus-Calmette-Guérin)-geimpften
Personen aussagekräftig! |
 | Perkutantest für Kinder unter 10 Jahren (tuberkulinhaltiges Pflaster) |
 | Stempeltest (5-10 IE Tuberkulin) |
 | Intrakutantest nach Mendel-Mantoux: zuverlässigste
Ergebnisse (Bestätigung bei fraglichen Perkutan- oder Stempeltest)
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 | Röntgendiagnostik
 | Methode der Wahl bei der Abklärung der klinischer
Symptome |
 | Früherkennung der Erkrankung bei Migranten, Obdachlosen,
tuberkulinpositiven Kontaktpersonen und in der Rezidivdiagnostik |
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Erreger:
 | säurefeste stäbchenförmige Bakterien |
 | Familie: Mycobacteriaceae |
 | Genus: Mycobacterium |
 | ca. 90 verschiedene Arten
|
 | Mycobacterium-tuberculosis-Komplex:
 | M. tuberculosis (häufigster Erreger von Tuberkulose) |
 | M. bovis |
 | M. africanum |
 | M. microti |
 | M. canetti
(fragliche Zuordnung)
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 | MOTT (mycabacteria other than tubercule bacilli = atypische Mykobakterien):
 | M. avium |
 | M. chelonae |
 | M. fortuitum |
 | M. genavense |
 | M. gordonae
(?) |
 | M.
intracellulare |
 | M. kansasii |
 | M.
lepraemurium |
 | M. marinum |
 | M.
paratuberculosis |
 | M.
scrofulaceum |
 | M. simiae |
 | M. szulgai |
 | M. terrae
(?) |
 | M. ulcerans |
 | M. xenopi |
|
Pathogenese:
 | geringe körpereigene Abwehrreaktion:
 | keine Immunogenität der Wachse und Lipide der äußeren
Zellwand der Bakterien |
 | sehr langsames Wachstum |
 | nur stimulierte Makrophagen (T-Lymphozyten, Lymphokine: IFN-γ TNF-α)
können phagozytierte Mykobakterien abtöten! |
|
 | keine Toxinbildung ! |
 | Eindringen in die Lunge →
Phagozytose durch Gewebsmakrophagen →
Verhinderung der Verschmelzung von Phagosom und Lysosom → keine Inaktivierung →
Vermehrung im Phagosom → Transport im
Gewebsmakrophagen in benachbarte Gewebe →
Zerstörung der Gewebsmakrophagen →
hämatogene und lymphogene Streuung →
erneute Phagozytose durch Gewebsmakrophagen |
 | Krankheit bestimmt durch das Gleichgewicht von Vermehrung und Abtötung der Mykobakterien |
 | Ausbildung von Tuberkeln (Granulomen):
 | Langhans-Riesenzellen (Konglomerate von Makrophagen) |
 | Zellwall aus Epitheloidzellen (umgewandelte Makrophagen)
mit Riesenzellen vom Langhans-Typ, umgeben von einem Infiltrat aus
Lymphozyten |
 | im Zentrum verkäsende Nekrose |
 | z.T. Verkalkungen |
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Epidemiologie:
 | weltweit wichtigste Infektionskrankheit (vermutlich1
Milliarde infizierten Personen) |
 | Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO)
erkranken jährlich etwa acht Millionen Menschen neu an Tuberkulose |
 | 1998 wurden in Deutschland 10.440 Erkrankungen an
behandlungsbedürftiger Tuberkulose gemeldet |
Übertragungswege:
 | fast immer aerogen:
 | Exspirationströpfchen (insbesondere beim Husten und
Niesen) |
 | geringere Kontagiosität: Infektion mit Tuberkulose
erfolgt weniger leicht als bei anderen durch Aerosole übertragenen
Krankheiten |
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 | praktisch nie Infektionen durch extrapulmonalen
Tuberkulosen:
 | Lymphknoten |
 | Urogenitalsystem |
 | Knochen |
 | Gelenke |
 | Verdauungsorgane |
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 | Infektion durch nicht pasteurisierte kontaminierte Milch
ist prinzipiell möglich, jedoch in Mitteleuropa nicht mehr von Bedeutung, da
der Rinderbestand weitestgehend tuberkulosefrei ist. |
Reservoir:
 | M. tuberculosis, M. africanum:
 | Menschen einziges epidemiologisch relevantes Reservoir |
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 | M. bovis:
 | Mensch und Rind als Reservoir |
|
 | M. microti:
 | Wühlmaus, Mensch |
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Inkubationszeit:
 | Wochen bis Monate |
 | eine offene Lungentuberkulose tritt meist 6 Monate nach
einer Infektion auf |
 | Zeitraum zwischen Erstinfektion und einer positiven Tuberkulinreaktion: im Mittel 6 Wochen (4 bis 12 Wochen) |
 | Reaktivierungen latenter Herde können noch nach
Jahrzehnten auftreten |
Klinik:
 | Primärtuberkulose:
 | ca. 6 Wochen nach erstem Kontakt mit dem Mykobakterium →
(meist) symptomloser Primärkomplex (=Primärherd + Hilus-Lymphknoten) →
später oft als verkalkter Rundherd (Tuberkulom) sichtbar |
 | symptomatischer Verlauf:
 | subfebrile Temperaturen |
 | Nachtschweiß |
 | Appetitlosigkeit |
 | Gewichtsverlust |
 | Erythema nodosum |
 | Husten |
 | Thoraxschmerzen |
 | Pleuritis exsudativa |
|
 | schwerer Verlauf:
 | Miliartuberkulose = hämatogene Generalisation mit
raschem körperlichen Verfall
 | Häufige Lokalisationen:
 | Lunge (Röntgen-Thorax: diffuse kleinfleckige Herde) |
 | Leber |
 | Milz |
 | Meningitis
|
|
|
|
|
 | postprimäre Tuberkulose:
 | meist entzündlichen Reaktion im Bereich der Lungenspitze
→ zunächst uncharakteristische
Symptome: Nachtschweiß, Husten, Leistungsschwäche etc. →
oft Einschmelzung und Bildung einer Kaverne →
bei Anschluß an das Bronchialsystem ist der Patient infektiös (=offene
Tuberkulose) → produktiver und evtl.
blutiger Auswurf |
 | Komplikationen der tuberkulösen Kaverne:
 | Lungenblutung |
 | Pleuritis |
 | Pleuraempyem |
 | respiratorische Insuffizienz |
 | Narbenkarzinom |
 | Amyloidose
|
|
|
 | extrapulmonale Tuberkulose:
 | außer bei Immunschwäche in der Regel bei postprimärer
Tuberkulose |
 | Miliartuberkulose |
 | tuberkulöse Meningitis: schleichender Beginn |
 | tuberkulöse Spondylitis: bei unklaren
Wirbelsäulenschmerzen daran denken |
 | Urogenitaltuberkulose: Flankenschmerzen, Dysurie, sterile Pyurie, Infertilität |
 | Tuberkulose des Gastrointestinaltraktes:
Appetitlosigkeit, Übelkeit, Temperaturerhöhung, Bauchschmerzen,
Gewichtsabnahme, Diarrhoe |
 | Nebennierentuberkulose: Morbus Addison
|
|
 | atypische Mykobakterien, siehe:
|
Therapie:
 | Mittel der ersten Wahl:
 | Isoniazid (INH) |
 | Rifampicin (RMP) |
 | Pyrazinamid (PZA) |
 | Ethambutol (EMB) |
 | Streptomycin |
|
 | Mittel der zweiten Wahl:
 | Prothionamid |
 | Capreomycin |
|
 | Ausschließlich Kombinationstherapie:
 | Viererkombinationen
mit INH, PZA, RMP und Ethambutol oder Streptomycin, um die
Resistenzentwicklung zu verzögern. |
|
 | Standardschema:
 | INH, RMP, PZA und EMB (oder Streptomycin)
für 2 Mon. |
 | danach INH+RMP für 4
Monate |
 | regelmäßige Überprüfung der
Sensibilität gegenüber verwendeten Tuberkulostatika, um Resistenzen
frühzeitig zu erkennen und ggf. die Therapie zu ändern. |
|
 | die Daten des NRZ für Mykobakterien in Borstel weisen
eine Zunahme der Multiresistenzen von 3,9% im Jahre 1996 auf 4,8% im Jahre
1998 auf |
 | bei konsequent durchgeführter Therapie (Richtlinien des
Deutschen Zentralkomitees zur Bekämpfung der Tuberkulose [DZK]) ist eine
Rezidivhäufigkeit von lediglich 2-3% zu erwarten. |
Prävention:
 | Abschottung der offenen Tuberkulosen |
 | Ausrottung der Rinder-TB |
 | Die Impfung mit dem derzeit verfügbaren BCG-Impfstoff
wird nicht empfohlen (siehe Impfungen). |
Meldepflicht:
 | Labor:
 | nach § 7 Meldepflicht
für:
 | Mycobacterium
tuberculosis/africanum |
 | Mycobacterium bovis |
 | Meldepflicht für den
direkten Erregernachweis
sowie nachfolgend für das
Ergebnis der
Resistenzbestimmung; vorab
auch für den Nachweis säurefester
Stäbchen im Sputum |
 | Nachweis säurefester Stäbchen in Materialien aus dem
Respirationstrakt |
 | kultureller Nachweis von Erregern des
M.-tuberculosis-Komplexes |
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 | niedergelassener Kollege:
 | nach §6 Meldepflicht für Erkrankung und Tod an einer behandlungsbedürftigen Tuberkulose, auch wenn ein
bakteriologischer
Nachweis nicht vorliegt |
 | Dem Gesundheitsamt ist über die Meldung
hinaus mitzuteilen, wenn Personen, die an einer
behandlungsbedürftigen Lungentuberkulose leiden, eine Behandlung verweigern
oder abbrechen |
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 | siehe Tabelle:
Melde- und Erfassungspflicht nach
IfSG, meldepflichtige
Erkrankungen |
Nationales Referenzzentrum für
Mykobakterien:
Forschungszentrum Borstel
Parkallee 18
23845 Borstel
Leitung: Frau Dr. S. Rüsch-Gerdes
Tel.: 04537/188-213, -211
Fax: 04537/188-311
Siehe auch:
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