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Quick-Wert

Quick-Wert, Patienteninformation

  

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Dr. med. Olav Hagemann

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Synonym:  

bulletTPZ
bulletThromboplastinzeit

Material:  

bullet Citratplasma

Hinweise zur Blutabnahme:

bulletBlut in grüner Monovette immer bis zum Anschlag aufziehen (ungenügend gefüllte Monovetten ergeben falsch niedrige Werte!)
bulletLange venöse Stauung und Schaumbildung bei der Entnahme vermeiden, umgehend mischen, gegebenenfalls zentrifugieren
bulletDas Plasma sollte innerhalb von 5h analysiert werden

Norm:  

Klientel Klientel Norm
Neugeborene 1.Lebenstag 55-100%
5.Lebenstag 58-100%
90.Lebenstag 65-100%
Kinder 6-30.Lebensmonat 53-100%
31.Lebensmonat-7.Lebensjahr 65-100%
8-16.Lebensjahr 77-100%
Erwachsene Erwachsene 70-120%

Methode:

bulletKoagulometrie nach Quick:
bulletplättchenarmes Zitratplasma wird durch Zusatz von Gewebsthromboplastin und Calciumionen zur Gerinnung gebracht → Umwandlung von Prothrombin in Thrombin Umwandlung von Fibrinogen in Fibrin → die Zeit bis zur Gerinnselbildung wird in Sekunden gemessen (Gerinnungszeit)
bulletder Quickwert wird durch das Verhältnis des Patientenplasmas zum Normalplasmapool festgelegt :
bulletEin Quick-Wert von 100% entspricht der Gerinnungszeit des Normalplasmapools
bulletDurch Verdünnungen wird eine Bezugskurve erstellt, z.B.:

 
bulletProthrombin-Ratio (PR):
bulletDie Prothrombin-Ratio errechnet sich wie folgt:
 
  

PR=

  

TPZ-Patientenplasma (sec)
————————————————
TPZ-Normalplasmapool (sec)

 

bulletINR (International Normalized Ratio):
bulletDie INR berücksichtigt die Tatsache, daß sich die einzelnen kommerziellen Prothrombinreagenzien im Hinblick auf ihre Sensitivität gegenüber Einzelfaktoren unterscheiden.
bulletAlle kommerziellen Thromboplastine werden an einem WHO-Standard kalibriert (International sensitivity index), d.h. INR-Ergebnisse sollten methoden- und laborunabhängig vergleichbar sein
bulletDie INR errechnet sich folgendermaßen: 
 
  

INR=

  

TPZ-Patientenplasma (sec)
——————————————
TPZ-Normalplasmapool (sec)
ISI = PR ISI

 

bulletder ISI (International Sensitivity Index) ist ein spezifischer Wert für jedes Thromboplastin und jede Thromboplastin-Charge

 

Indikation:

bulletDifferentialdiagnose der hämorrhagischen Diathese
bulletTherapie mit Vitamin-K-Antagonisten (Marcumar®, Warfarin®)
bulletBeurteilung der Synthesefunktion bei schweren Leberparenchymerkrankungen
bulletV.a. Vitamin K-Mangel
bulletpräoperative Screeninguntersuchung auf Koagulopathie

therapeutischer Zielbereich:

bulletQuick-Wert: Quick-Werte sind stark methodenabhängig und z.T. chargenabhängig und sollten daher nicht zur Therapiekontrolle verwandt werden!
Methode Norm
Thrombotest® (Nycomed/Immuno, ehemals Nyegaard) 5-10%
Immunoplastin® 9-46%
CoaguChek® (Roche, ehemals Boehringer Mannheim) 10-20%
Hepatoquick® (Roche, ehemals Boehringer Mannheim) 10-20%
Simplastin® 10-20%
Normotest® (Nycomed/Immuno, ehemals Nyegaard) 11-24%
RecombiPlasTin® (HemosIL) 12-32%
Innovin® (Dade Behring) 13-33%
Thromborel S® (Dade Behring) 15-27%
Thromboplastin IS® 15-35%
Calcium-Thromboplastin® (Roche) 18-30%
Thromboplastin C Plus® (Dade Behring) 18-30%
CoaguChekPlus® (Roche, ehemals Boehringer Mannheim) 18-31%
Technoplastin HIS® (Technoclone) 19-33%
Neoplastin® (Roche, ehemals Boehringer Mannheim) 20-35%
Thromboplastine calcique® (Merieux) 25-35%
bullet INR-Werte: standardisiert, methodenunabhängig, zur Therapiekontrolle geeignet!
Indikation INR-Bereich
postoperative Prophylaxe tiefer venöser Thrombosen 2,0-3,0
Längere Immobilisation nach Hüftchirurgie und Operationen von Femurfrakturen 2,0-3,0
Therapie tiefer Venenthrombosen, Lungenembolie und TIA 2,0-3,0
Rezidivierende tiefe Venenthrombosen, Lungenembolien 2,0-3,0
Myokardinfarkt, wenn ein erhöhtes Risiko für thrombembolische Ereignisse gegeben ist 2,0-3,0
Vorhofflimmern 2,0-3,0
Herzklappenersatz, mechanisch 2,0-3,5
Herzklappenersatz, biologisch 2,0-3,0

Nomenklatur:

bulletverlängerte Thromboplastinzeit = niedriger Quick
bulletverkürzte Thromboplastinzeit = hoher Quick

erhöhter Quick/erniedrigte INR:

bulletohne klinische Bedeutung

erniedrigter Quick/ erhöhte INR:

bulletAntikoagulantien-Therapie
bulletHepatopathien (siehe Leberwerte)
bullet Vitamin K-Mangel
bulletDysfibrinogenämie
bulletVerbrauchskoagulopathie
bulletProthrombin-Komplex-Mangel
bulletNeugeborene (unreifes Hämostase-System)
bullet Lupus-Antikoagulans

Störfaktoren:

Störfaktor Quick-Wert
Präanalytik:
bulletlange venöse Stauung
bulletlokale Fibrinolyseaktivierung → Quick erniedrigt
bulletstarke Aspiration bei Blutentnahme
bulletGerinnungsaktivierung → Quick erniedrigt
bulletfalsche Citrat-Plasma-Relation (Röhrchen nicht komplett gefüllt)
bulletCitratüberschuss → Quick erniedrigt
bulletzu geringe Zentrifugation
bulletplättchenreiches Plasma → Quick erhöht
Störfaktoren in der Matrix:
bulletHämolyse
bulletFreisetzung gerinnungsaktivierender Substanzen → Quick erniedrigt
bulletlipämische Blutproben
bulletQuick erniedrigt
Medikamente:
Antikonvulsiva
bulletQuick erhöht
Acetylsalicylsäure
bulletQuick erniedrigt
Barbiturate
bulletQuick erniedrigt
Cephalosporine
bulletQuick erhöht
Heparin-Therapie
bulletniedrigere Aktivität des Prothrombinkompexes (ab ca. 0,3-2U/ml Plasma)  → Quick erniedrigt
Penicillin
bulletQuick erhöht
Sulfonamide
bulletQuick erhöht

 

Marcumar-Überdosierung:

Situation

Vorgehen

Wirkungseintritt

bulletINR erhöht (aber < 6)
bulletkeine Blutung
bulletnächste Gaben aussetzen
bulletDosis reduzieren

 

bulletINR 6–10
bulletkeine Blutung
bullet1-2 mg p.o. Vit.K1 (1-2 Tr. Konakion ®)

oder

bullet 1-2 mg Vit. K1 langsam i.v. (10–20 Min.)
(Konakion® MM)

nach 8-16 h

bulletINR > 10
bulletkeine Blutung
bulletVit. K1   3 mg i.v.
bulletKontrolle der INR alle 6 h
bulletggf. erneut Vit. K1

8-12 h

bulletINR > 20
bulletkeine Blutung
bulletVit. K1 10 mg wiederholt alle 12 h i.v.
bulletevtl. PPSB* i.v.
bulletINR alle 6 h kontrollieren

8-12 h, 
bei PPSB-Gabe
sofort

* 1 E PPSB/kg i.v. hebt Quick-Wert um ca. 1 %, falls nicht verfügbar 10–20 ml/kg FFP

Hinweise:

bulletVergleichbarkeit von Quick-Werten
bulletLeider sind trotz sorgfältiger Analyse im Labor die einzelnen Testmethoden untereinander nicht vergleichbar. Schwankungen von mehr als 1/3 bei den Quick-Werten werden im Einzelfall beobachtet. Das heißt, ein in einem Labor (korrekt) gemessener Quick-Wert von 24% wird z.B. mit einem Selbstmessgerät vom Patienten gleichzeitig (korrekt) mit 32% gemessen! Selbst innerhalb eines Labors werden bei Benutzung eines neuen Testkits Schwankungen von üblicherweise jedoch nicht mehr als 1/10 des Quick-Wertes beobachtet!
bulletINR:
bulletUm diese Schwankungen zu verhindern wurde von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) die Auflage gemacht, alle Methoden auf ein offizielles Standardserum zu normieren. Jedes Labor und jedes Selbstmessgerät ist in der Lage, nach Durchführung einer Eichmessung oder Eingabe eines vom Reagenzhersteller ermittelten Normwertes INR-Werte auszugeben. INR-Werte unterliegen im Gegensatz zu den Quick-Werten keinen Schwankungen und sind bei allen Laborpraxen oder Selbstmessgeräten vollkommen vergleichbar! Bei der Einstellung einer Marcumartherapie sollte daher der INR bevorzugt werden!
bulletEine feste Formel zur generellen Umrechnung des Quick-Wertes in den INR-Wert ist auch näherungsweise nicht möglich (Ausnahme: gleiche Methode, gleiche Reagenzien-Charge, gleiches Labor) !
bulletQuick und INR verhalten sich gegenläufig, ein „niedriger“ Quick-Wert entspricht einer „hohen“ INR

Physiologie:

bulletDie Thromboplastinzeit (TPZ) erfasst die Verminderung der Faktoren I, II, V, VII und X.
bulletDie Synthese von FII, VII und X ist Vitamin K-abhängig und erfolgt wie die Synthese aller anderen Faktoren in der Leber.
bulletsiehe auch Abbildung: Gerinnung und Fibrinolyse

Siehe auch:

bulletPatienteninformation zum Quick-Wert und INR
bulletGerinnungsfaktoren
bulletGerinnungs-Diagnostik
bulletAbbildung: Gerinnung und Fibrinolyse

Referenz:

bulletINR- statt Quick-Wert: Auf vergleichbaren Nenner gebracht, Meyszner, Christa; Dtsch Arztebl 2000; 97(24): A-1656 / B-1422 / C-1318

 

     

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