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Diagnostisches Vorgehen:
Methode:
 | Anzüchtung und biochemische Identifizierung |
Material:
 | Nasopharyngealabstrich:
 | extra dünnen Abstrichtupfer vom Labor anfordern! |
 | Tupfer falls tolerierbar bis zur hinteren Rachenwand
schieben! |
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 | Bronchialsekret |
Erreger:
 | kleine, gramnegative Stäbchen |
Spezies:
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Spezies |
Krankheit |
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Bordetella pertussis |
 | Keuchhusten |
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Bordetella parapertussis |
 | milde Form des Keuchhustens |
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Bordetella bronchiseptica
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 | milde Form des Keuchhustens |
 | auch bei Pneumonien nachgewiesen |
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Erreger:
 | Bordetella pertussis:
 | kleines, unbewegliches, bekapseltes, aerobes,
gramnegatives Stäbchen |
 | Toxine und Virulenzfaktoren:
 | Pertussis-Toxin (PT) |
 | filamentöses Hämagglutinin (FHA) |
 | Trachea-Zytotoxin |
 | Pertactin |
 | hitzelabiles Toxin |
 | Adenylatzyklase-Toxin |
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Pathogenese:
 | Bordetella-Infektion: Befall der Flimmerepithelzellen
→ lokale Zerstörung der Mucosa
→ Toxine verursachen zusätzliche
Gewebeschäden. |
Risikogruppen:
 | Säuglinge (höchste Letalität!) |
Epidemiologie:
 | hohe Kontagiosität (80 %) |
 | hoher Manifestationsindex |
 | durch weitreichende Impfmaßnahmen geringe Inzidenz
(1991: nur noch 1 Erkrankung pro 100.000 Einwohner) |
Übertragungswege:
 | Tröpfcheninfektion |
Inkubationszeit:
 | 7 bis 20 Tage. |
Klinik:
 | Bei 50% atypischer Verlauf, insbesondere im
Erwachsenenalter |
 | Stadium catarrhale:
 | nach einer Inkubationszeit von 2 Wochen leichter Husten und
Niesen für 1–2 Wochen |
 | Der Patient ist hochinfektiös, aber noch nicht krank! |
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 | Stadium convulsivum:
 | anschließend für weitere 2–3 Wo. explosive
Hustenanfälle und das charakteristische Keuchen bei Inspiration (=
Keuchhusten!) |
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 | Stadium decrementi:
 | mehrere Wochen mit abnehmender Hustenfrequenz.
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 | Infektionen mit B. parapertussis können ebenfalls zu
einem keuchhustenähnlichen Krankheitsbild führen, das aber meist leichter
und kürzer als bei einer Erkrankung durch B. pertussis verläuft.
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Komplikationen:
 | Bei Säuglingen schwerer Verlauf:<
 | Mortalität 0,2 % |
 | Bronchopneumonie (20 %) |
 | Apnoen (7 %) |
 | kardialen Symptome (4 %) |
 | Krampfanfälle (4 %) |
 | Enzephalopathien (2 %) |
 | weitere KO: Otitis media, eitrige Bronchitis. |
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 | interstitielle Keuchhustenpneumonie |
 | Bronchiektasen |
 | Emphysem |
 | Atelektasen |
 | Pneumothorax |
 | Superinfektionen mit Otitiden und Bronchitiden |
 | Enzephalopathie (Krämpfe, Bewußtlosigkeit, niedrige
Letalität) |
Wiederzulassung zu Gemeinschaftseinrichtungen :
 | Besuch von Gemeinschaftseinrichtungen nach Ende der
Infektiosität bei zuverlässiger antibiotischer Therapie nach ca.
5 Tagen, unbehandelt nach ca. 6 Wochen. |
Immunität:
 | Da die Immunität nicht lebenslang anhält, erkranken
auch Erwachsene (nur katarrhalisch, uncharakteristisch) und stellen ein
wichtiges Erregerreservoir dar. |
Therapie:
 | Stadium catarrhale:
 | Clarithromycin oder Roxithromycin |
 | bei Makrolidunverträglichkeit Cotrimoxazol |
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 | Stadium convulsivum
 | Das Stadium convulsivum läßt sich durch Antibiotika
nicht durchbrechen (die Toxinwirkung kann mit Antibiotika nicht mehr
beeinflußt werden), sie scheinen aber die Komplikationsrate zu vermindern und
eine ggf. noch vorhandene Infektiosität kann beseitigt werden! |
 | Hustenstillende Präparate, Mukolytika oder Immunglobulin
sind meist nicht wirksam.
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 | Oral-Penicilline und Cephalosporine sind gegen
B.pertussis nicht wirksam. |
Meldepflicht:
Prophylaxe:
Hinweis:
 | Anzüchtung ist die Methode der Wahl in den ersten 2
Wochen nach Krankheitsbeginn (Stadium catarrhale) und kurz danach. |
 | Im anschließenden Stadium convulsivum werden
Pertussis-Antikörper positiv (siehe Pertussis-Antikörper,
unten). |
Siehe auch:
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