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Material:
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1 ml Serum |
Norm:
| Test |
Norm |
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IgG-ELISA
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 | negativ (<0,15 U/ml) |
 | nach Impfung IgG-Titer wahrscheinlich |
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IgM-ELISA
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 | negativ |
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Bewertung:
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Test
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Ergebnis
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Bewertung
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IgG-ELISA
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<0,15 U/ml
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 | keine Immunität vorhanden |
 | kein Hinweis auf eine alte Infektion oder lange
zurückliegende Infektion mit abgefallenem Titer |
 | bei Z.n. Impfung: kein ausreichender Impfschutz,
Grundimmunisierung empfohlen) |
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0,15-0,20 U/ml
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 | geringe Immunität vorhanden |
 | Hinweis auf eine alte Infektion oder lange
zurückliegende Infektion mit abgefallenem Titer |
 | frische Infektion nicht auszuschließen
(IgM-Titer?) |
 | bei Z.n. Impfung: fraglicher Impfschutz,
Auffrischung empfohlen |
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>0,20 U/ml
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 | ausreichende Immunität vorhanden |
 | Hinweis auf eine Infektion |
 | frische Infektion nicht auszuschließen
(IgM-Titer?) |
 | bei Z.n. Impfung: ausreichender Impfschutz |
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IgM-ELISA
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negativ
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 | kein Hinweis auf eine frische Infektion |
 | ggf. bei sehr frischer Infektion Kontrolle
nach 1-2 Wochen |
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positiv
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 | V.a. frische Infektion |
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Morphologie des Virus:
 | Paramyxo-Virus |
Epidemiologie:
 | Betroffen waren bis zur Einführung der Impfung
vorwiegend Kinder |
 | heute sind es zunehmend nichtgeimpfte Jugendliche und
Erwachsene mit oft atypischem, schwerem Krankheitsverlauf (Durchimpfungsrate
nur 75 %) |
Übertragungswege:
 | Übertragung aerogen durch Tröpfcheninfektion (bis
5 m) |
 | hochkontagiös |
 | Leihimmunität durch mütterliche Antikörper bis zum 5. Lebensmonat |
Inkubationszeit:
 | 8-12 Tage bis zum Ekzemausbruch |
Infektiosität:
 | 5 Tage vor bis 4 Tage nach Exanthemausbruch |
Wiederzulassung zu Gemeinschaftseinrichtungen:
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1 Woche nach Exanthemausbruch |
Klinik:
 | Prodromalstadium: 4 Tage
 | Rachenbefund:
 | Enanthem |
 | Koplik-Flecken an Wangenschleimhaut in Höhe der Molaren
(salzkornartige weiße Stippchen mit gerötetem Hof) |
 | zeitlich vor Exanthem |
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 | 1. Fieberschub bis 39°C |
 | Atemwegskatarrh |
 | kurzzeitige Entfieberung nach 3-4 Tagen
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 | Exanthem:
 | Exanthem:
 | stark gerötet, großfleckig bis 1 cm, erhaben,
unregelmäßig geformt, konfluierend |
 | Beginn retroaurikulär |
 | Ausbreitung zentrifugal symmetrisch über Stamm und
Extremitäten |
 | das Exanthem verschwindet in der Reihenfolge des Auftretens |
 | nach Abblassen kleieartige Schuppung der Haut möglich |
 | Dauer: 4-7 Tage |
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 | 2. Fieberschub bis 41°C |
 | Abgeschlagenheit |
 | Konjunktivitis (Lichtscheu) |
 | Rhinitis |
 | Pharyngolaryngitis |
 | Tracheo-Bronchitis mit trockenem Reizhusten |
 | typisches Maserngesicht ("verrotzt, verheult,
verschwollen")
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 | Komplikationen: |
 | Otitis media (ca. 1%) |
 | Masernkrupp (>1%) |
 | Bronchopneumonie (ca. 1%) |
 | bakterielle Superinfektion bei reduzierter Abwehrlage |
 | Tuberkulose-Aktivierung infolge Resistenzminderung |
 | toxischer Verlauf (selten):
 | schwere Allgemeinerscheinungen |
 | Hyperpyrexie |
 | Somnolenz |
 | Krämpfe |
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 | Enzephalitis in 0,1 %:
 | erneuter Fieberanstieg |
 | Eintrübung |
 | Krämpfe |
 | Letalität 15 % |
 | Defektheilung in 30 % der Fälle, z.B.
 | Krampfleiden |
 | Intelligenz- und Konzentrationsstörungen |
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 | subakut sklerosierende Panenzephalitis (SSPE):
 | mögliche
Spätfolge nach 6-8 Jahren (schlechte Prognose!) |
 | stets letaler Ausgang nach geistigem Verfall |
 | slow-virus-Infektion |
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 | erhöhte Komplikationsraten werden mit zunehmendem Alter
beobachtet |
Immunität:
 | lebenslange Immunität nach (auch inapparent) durchstandener
Infektion |
Therapie:
 | symptomatisch |
 | Bettruhe |
 | Antipyrese |
 | Schutz vor bakteriellen Superinfektionen |
Meldepflicht:
Prophylaxe:
 | Seit den 70er Jahren gehört die Impfung zu den allgemein
empfohlenen Impfmaßnahmen und ist Bestandteil des erweiterten Impfprogrammes
(EPI) der WHO |
 | Die 2-Dosen-Impfung gewährleistet einen sicheren und
lang anhaltenden Schutz gegen Masern |
 | Als Impfstoff der Wahl gilt die kombinierte MMR-Vakzine |
 | Für Deutschland geschätzte Raten für die Erstimpfung
bei Schuleintritt liegen zwischen 50 und 80 %, für die Wiederimpfung bei 10
bis 20 % |
 | Masern kommen in Deutschland noch endemisch vor und
führen gelegentlich zu Ausbrüchen, wobei zunehmend mehr Jugendliche und
Erwachsene betroffen sind |
 | Erst eine deutlich höhere Impfakzeptanz von über 90 %
bereits im Kleinkindalter kann zu einem entscheidenden Rückgang der Masern
führen. |
 | Mit den Masern steht nach den Pocken und der
Poliomyelitis die dritte impfpräventable Erkrankung zur Elimination bzw.
Eradikation an. Bereits vorliegende Erfolge in zahlreichen Ländern
unterstützen dieses Vorhaben als realisierbares Ziel für Europa in den
nächsten 10 bis 15 Jahren. |
 | siehe auch Impfungen |
Siehe auch:
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