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Material:
 | Blut |
 | Eiter |
 | Fruchtwasser |
 | Liquor |
 | Lochialsekret oder Abrasionsmaterial bei der Mutter |
 | Mekonium |
 | Menstrualblut |
 | Nasen-, Rachenabstrich |
 | Stuhl |
 | Urin |
 | Weichkäse |
Methode:
 | Anzüchtung und biochemische Identifizierung |
 | Diagnostik der Stämme:
 | anderen Listeria-Spezies →
negativer CAMP-Test,
keine Hämolyse |
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L. monocytogenes → positiver CAMP-Test, Hämolyse |
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 | Unterscheidung der Serovare:
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oligoklonalen spezifischen Antikörpern gegen O- bzw. H-Antigene |
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 | weitere Typisierung durch
genetischen Fingerprint:
 | Trennung
von genomischen Fragmenten
mit Hilfe der PFGE (Puls-Feld-Gel-Elektrophorese) |
 | eine Klonalität von mehreren Isolaten lässt sich mit Hilfe der
PFGE belegen. |
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Erreger:
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Eigenschaften:
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grampositives Stäbchen |
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beweglich |
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sporenlos |
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fakultativ anaerobe |
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katalasepositive |
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H2S negativ |
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anspruchslose Wachstumsbedingungen:
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Wachstum auch bei 4°C möglich |
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Vermehrung im pH-Bereich von 4,4 bis 9,4 |
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geringe Nährstoffanforderungen
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Listeria-Spezies:
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 | intrazelluläre Vermehrung im infizierten Tier oder Menschen
→ direkte Infektion von Zelle zu Zelle unter Umgehung des extrazellulären Milieus
→ Eindringen
und Vermehren in Epithelzellen möglich →
anatomische Barrieren (Haut,
Schleimhaut) können überwunden werden. |
Epidemiologie:
 | weit verbreitet |
 | ubiquitär:
 | Kompost |
 | Tierfutter, besonders in verdorbener Silage |
 | Abwässer |
 | in
der Erde |
 | auf Pflanzen |
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 | En- und Epizootie:
 | Rind |
 | Ziege |
 | Schwein |
 | Geflügel |
 | Nagetiere |
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 | Prävalenz:
 | 30-40 konnatale
Listeriosefälle pro Jahr |
 | 222 gemeldeten Erkrankungen im Jahr
2002 |
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Übertragungswege:
Inkubationszeit:
 | wahrscheinlich 7-30 Tage |
Infektiosität:
 | infizierte Personen können Listerien für
mehrere Monate im Stuhl ausscheiden |
 | postpartal sind die Erreger in
Lochialsekreten und Urin bis etwa 7-10 Tage nach der Entbindung nachweisbar, selten länger. |
Klinik:
 | immunkompetente Erwachsene:
 | oft inapparent (lokale Besiedlung des
Intestinaltraktes) |
 | selten leichte, uncharakteristische fieberhafte Infektion
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 | Infektion sind häufig bei abwehrgeschwächten Patienten, im
Säuglings- oder Greisenalter:
 | Grippe mit leichter Meningoenzephalitis:
 | Fieber |
 | Muskelschmerzen |
 | z.T. Gastroenteritis |
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 | Monozytenangina |
 | eitrige Meningitis oder einer Enzephalitis mit neurologischen Ausfällen,
Ataxie und/oder Bewusstseinsstörung |
 | lokal als Keratokonjunktivitis |
 | bei Schwangeren relativ häufig Verlauf als Zystopyelitis
oder Myometritis |
 | selten: Sepsis, Endokarditis |
 | prinzipiell kann eine Listeriose jedes Organ befallen
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 | Schwangerenlisteriose (siehe Schwangerschafts-Infektionen):
 | Fieber |
 | oft ohne klinische Symptomatik |
 | Fehl- oder Frühgeburten möglich
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 | Neugeborenenlisteriose
(siehe Schwangerschafts-Infektionen):
 | nicht selten Totgeburt oder Frühgeburt |
 | Frühinfektion:
 | Symptomatik in der 1. Lebenswoche |
 | diaplazentarer Übertritt der Erreger von infizierten Schwangeren auf
das Kind in den letzten Schwangerschaftswochen |
 | Sepsis |
 | Pneumonie mit Atemnotsyndrom |
 | granulomatöse Gewebereaktionen in Haut und inneren
Organen (Bakterienembolien; sogenannte Granulomatosis infantiseptica |
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 | Spätinfektion:
 | Symptomatik ab der 2. Lebenswoche |
 | Säuglinge werden meist zum regulären Termin geboren |
 | Infektion im Geburtskanal |
 | häufig Meningoenzephalitis mit meningitischen Zeichen (Krämpfe, Erbrechen, Benommenheit, Atemstörung bis
zum Atemstillstand; siehe Liquor-Diagnostik) |
 | Meningitis |
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 | septische Bakterienstreuung führt zu:
 | Hepato-Splenomegalie eventuell mit Icterus gravis prolongatus. |
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Therapie:
 | Mittel der Wahl:
 | Ampicillin oder Amoxicillin hochdosiert |
 | ggf. Kombination mit einem Aminoglykosid (CAVE: Gravidität,
Neugeborene, Säuglinge, Kinder) |
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 | Alternative:
 | Cotrimoxazol |
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 | weitere wirksame Antibiotika:
 | Chloramphenicol |
 | Makrolide |
 | Vancomycin |
 | Die zusätzliche Gabe von
Rifampicin kann
die Ausheilung fördern. |
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 | Therapiedauer mindestens
14 Tage (Rezidiv-Gefahr) |
Prophylaxe:
 | Einige Grundregeln, die geeignet sind, das Risiko einer
Listerieninfektion zu minimieren:
 | Fleisch- und Fischgerichte sollten gründlich durchgegart
werden |
 | Rohmilch sollte abgekocht werden |
 | Hackfleisch sollte nicht roh verzehrt werden |
 | Schwangere und abwehrgeschwächte Personen sollten keinen
Rohmilchkäse essen und bei Käse mit Rinde dieselbe vor dem Verzehr
entfernen. |
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Prognose:
 | Trotz gezielter Therapie besteht eine relativ hohe
Letalität der manifesten Listeriose (in den letzten Jahren verliefen etwa 30%
der Listerien-Meningitiden tödlich) |
Meldepflicht:
Hinweise:
 | Eine klinische Verdachtsdiagnose kann durch serologische
Untersuchungen gestützt werden (siehe Listerien-Antikörper) |
Siehe auch:
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