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Synonym:
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M. Weil-Antikörper |
Material:
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1 ml Serum |
Norm:
 | KBR bis 1:10 |
Der Test erfaßt folgende Serogruppen der Leptospira
interrogans spezies:
 | L. grippotyphosa |
 | L. icterohaemorrhagica |
 | L. canicola |
 | L. pomona |
 | L. sejore |
Bewertung:
 | Verdacht auf eine akute Infektion bei Titern ab 1:20. |
 | Beweisend ist ein weiterer Titeranstieg bei Kontrolle. |
Erreger:
 | Leptospira interrogans spezies, Serovar
icterohaemorrhicae (Familie der Spirochaetacae) |
Pathogenese:
 | Eindringen der Leptospiren durch die Haut (Mikrotraumen)
oder Schleimhaut. |
Epidemiologie:
 | weltweite Verbreitung |
 | Vorkommen hauptsächlich im feuchten Milieu
(Süßwasserseen, Reisfeldern, Schweinekogel u.ä.) |
Übertragungswege:
 | Reservoir: insbesondere
Nagetiere (hauptsächlich Ratten und Mäuse) und auch verschiedene Haus- und
Nutztiere (Anthropozoonose) → Erregerausscheidung
über den Urin → Infektion meist berufsbedingt
durch Kontakt mit dem Erreger
(Bauern, Metzger, Kanalarbeiter u.ä.), seltener badeassoziiert |
Inkubationszeit:
 | 7-14 Tage |
Klinik:
 | 5-7 Tage dauerndes Generalisationsstadium
 | perakuter Beginn:
 | hohes Fieber |
 | Schüttelfrost |
 | Konjunktivitis |
 | Kopf- und Gliederschmerzen |
 | typisch: starke Wadenschmerzen |
 | ausgeprägtes Krankheitsgefühl |
 | eventuell passageres Exanthem und geringe
Lymphadenopathie
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 | bei einem kleinen Teil der Patienten: Organmanifestation
mit einem erneuten Fieberanstieg
 | Leptospira icterohaemorrhagica (M. Weil):
 | nach kurzer Entfieberung:
 | schwere Leber- und Nierenbeteiligung (Ikterus,
interstitielle Nephritis mit Niereninsuffizienz) |
 | durch immunologische Phänomene können Thrombozytopenie
und ein "capillary leakage-Syndrom" mit ausgeprägter
hämorrhagischer Diathese auftreten |
 | seröse Meningitis |
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 | Letalität:
 | unbehandelt ca. 20-30% |
 | v.a. ältere Menschen betroffen |
 | Ursachen:
 | hepatorenales Versagen |
 | ARDS |
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Herzrhythmusstörungen. |
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 | Unbehandelt kann die Krankheitssymptomatik 3-4 Wochen
anhalten |
 | die Rekonvaleszenzphase dauert häufig mehrere Monate
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 | Leptospira icterohaemorrhagica (anikterischer Verlauf):
 | häufiger als M. Weil |
 | anikterische, meist gutartig verlaufende Krankheitsbilder |
 | seröse Meningitis (40%) |
 | selten Meningoenzephalitis |
 | Bei mehr als 95% der Patienten kann eine Leptospirurie
beobachtet werden. |
 | Die Patienten entfiebern nach 7-10 Tagen
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 | Leptospira interrogans spezies:
 | meist mild oder asymptomatisch verlaufende Infektionen |
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Immunität:
 | Für besonders exponierte Personen besteht die
Möglichkeit einer aktiven Impfung mit abgetöteten Erregern |
 | Die Erkrankung hinterläßt eine typspezifische
Immunität |
 | Zweiterkrankungen mit dem gleichen Leptospirentyp wurden
nicht beschrieben |
Therapie:
 | Eine Antibiose mit Penicillinen oder Tetracyclinen ist
wahrscheinlich nur während des Generalisationsstadiums wirksam |
 | Im Stadium der Organmanifestation ist die symptomatische
Therapie entscheidend. |
Meldepflicht:
 | Labor:
 | nach § 7 meldepflichtiger Nachweis von Leptospira
interrogans spezies |
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 | niedergelassener Kollege:
 | Meldepflichtige Krankheiten nach § 6
 | Verdacht, Erkrankung und Tod an einer Virushepatitis,
Meningokokkenmeningitis falls differentialdiagnostisch nicht
abgrenzbar, die Leptospirose selbst ist nicht meldepflichtig. |
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 | siehe Tabelle:
Melde- und Erfassungspflicht nach IfSG, meldepflichtige
Erkrankungen |
Prophylaxe:
 | Bekämpfung von Ratten und Mäusen |
 | aktive Impfung mit abgetöteten Erregern |
Siehe auch:
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