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Synonym:
 | Borrelien-Antikörper, Lyme-Arthritis-Antikörper |
Material:
 | 1 ml Serum |
Norm:
 | ELISA:
| Test |
Ergebnis |
Bewertung |
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ELISA IgG
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<3 U/ml
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negativ
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3-5 U/ml
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schwach positiv
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>5 U/ml
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positiv
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ELISA IgM
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<3 U/ml
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negativ
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3-5 U/ml
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schwach positiv
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>5 U/ml
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positiv
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 | Immunoblot:
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Interpretation:
 | Der Antikörper-Anstieg tritt in den meisten Fällen 2-4 Wochen nach dem Zeckenbiß
auf, längere Latenzphasen werden jedoch auch beobachtet. |
 | Erhöhte IgG- bzw. IgM-Titer sind nicht spezifisch für
Borrelia-burgdorferi-Infektionen, sondern kommen auch bei anderen Borrelia- und
bei Treponema-Infektionen vor. Daher muß jeder Befund durch einen Immunoblot
bestätigt werden. |
 | Wegen der bestehenden Kreuzreaktionen ist ein Lues-Ausschluß erforderlich. |
 | siehe auch Tabelle:
Spezifität von Banden im Borrelien-Blot |
Erreger:
 | Eine Anzucht auf künstlichen Nährmedien ist aufwendig, aber möglich. |
Epidemiologie:
 | Die Übertragung der Borreliose erfolgt in Europa durch den Stich der
Schildzecke ("Holzbock", Ixodes ricinus), sehr selten auch über
anderer Insekten (Pferdebremsen, Stechmücken) →
erkrankte Personen sind nicht ansteckend! |
 | Erregerreservoir: hauptsächlich kleine Nagetiere und Vögel |
 | In Deutschland werden 60000 bis 100.000 Neuerkrankungen pro Jahr
geschätzt |
 | Endemiegebiete sind z.B. die deutschen Mittelgebirge |
 | Die Durchseuchungsrate der Zecken liegt gebietsabhängig 5-35 %, d.h.
bis zu 1/3 der Zecken können Borreliose übertragen:
 | adulte Zecken sind im Durchschnitt zu 20 % infiziert |
 | Nymphen sind zu 10 % infiziert |
 | Larven sind nur zu etwa 1 % infiziert |
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 | Die Infektion erfolgt in der Regel von März bis Oktober (abhängig von
den Witterungsbedingungen auch früher oder später), ein Gipfel besteht in
den Monaten Juni und Juli. |
Klinik:
 | Tage bis Wochen nach Zeckenbiß:
 | Erythema migrans (ca. 50 %) |
 | Arthritis (ca. 50 %) |
 | Polyneuritis oder Meningitis-Enzephalitis (ca. 20 %) |
 | kardiale Symptome (ca. 5 %) |
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 | Eine diaplazentare Übertragung ist nicht auszuschließen. |
 | Weitere Symptome nach Stadien geordnet siehe Tabelle:
Borreliose- Stadien und Symptome |
Therapie:
| Stadien der
Lyme-Borreliose |
Antibiotikum |
Dosierung / Tag
Erwachsene |
Dosierung / Tag
Kinder |
Therapie-
dauer |
I. Lokal-
infektionen |
Doxycyclin*, oral |
2 x 100mg |
2-5 mg/kg Körpergewicht
CAVE: keine Kinder unter
9 Jahren!!!*
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21 Tage
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| Amoxicillin, oral |
3 x 750- 2 x 1000 mg |
50 mg/kg Körpergewicht
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2 Wochen
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| alternativ: |
| Cefuroxim |
2 x 500 mg |
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2 Wochen
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| Penicillin V |
3 x 1,5 Mio. I.E. |
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2 Wochen
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bei β-Laktam-
Antibiotka-Allergie:
Makrolid, z.B. Azithromycin |
2 x 500 mg |
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1. Tag
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dann 1 x 500 mg |
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2.-5.Tag |
II. Generalisations-
phase
und
III. Spät-
manifestation
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Ceftriaxon, i.v. |
1 x 1-2 g |
80 mg/kg Körpergewicht
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2-4 Wochen
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| Cefotaxim, i.v. |
3 x 2 g |
100 mg/kg Körpergewicht
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2-4 Wochen
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| Penicillin G, i.v. |
4 x 5 Mio I.E. |
500.000 IE./kg Körpergewicht (max.10 Mio. I.E.
gesamt)
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2-4 Wochen
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 | Eine Verlaufskontrolle nach antibiotischer Behandlung ist mit den üblichen
Antikörpertests so gut wie nicht möglich (Ausnahme: sekundärer
Therapieversager nach Latenzzeit, progrediente Aktivität nach Therapie). |
 | Therapieversager:
 | Meist ist die
Antibiotikatherapie erfolgreich. Gründe für ein Versagen können sein::
 | falsches Antibiotikum
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 | zu kurze Therapiedauer
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 | ungenügende Dosierung
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 | mangelnde Compliance des Patienten: der Patient hat sich nicht an die
Einnahmeanweisung gehalten.
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 | die Borrelien sind in schlecht
perfundiertem Geweben lokalisiert.
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 | die Borrelien befanden sich zum
Zeitpunkt der Therapie nicht in einer teilungsaktive Phase.
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 | Re-Infektion
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 | Fehldiagnose |
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Hinweise:
 | Eine frühe Antibiotika-Therapie kann Titerbewegungen (z.B.
Ausbildung eines
IgM-Antikörpers) inhibieren |
 | eine präventive Behandlung mit Doxycyclin nach
jeden Zeckenbiß ist scheinbar effektiv, wird jedoch z.Z als
übertriebene Maßnahme bewertet. |
 | Auch nach einer (erfolgreichen) Therapie fallen die Werte nur langsam ab.
Kontrollen sind
frühestens 2 Monate
nach der Therapie ratsam. |
 | oft persistieren die IgM-Titer
trotz ausreichender Therapie über
mehrere Jahre. |
Weitere Untersuchungen:
Siehe auch:
Referenz:
 | Stille et al., Antibiotika-Therapie, 11. Auflage 2005,
Schattauer, Stuttgart |
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