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Dr. med. Olav Hagemann

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Entspricht immer folgenden Einzelaufträgen (Richtlinien BÄK):

bulletABO-Bestimmung
bulletRh-Bestimmung
bulletAntikörpersuchtest (siehe Coombs-Test, indirekt)

Material: 

bullet 10 ml Vollblut

Hinweise:

bulletNur korrekt beschriftete Röhrchen können bearbeitet werden. die Röhrchen müssen immer mit folgenden Informationen beschriftet sein:
bullet

Namen des Patienten

bullet

Vornamen des Patienten

bullet

Geburtsdatum des Patienten

bulletBestimmte Blutgruppenmerkmale bedingen weiterführende Untersuchungen!
bulletDer Antikörpersuchtest (siehe Coombs-Test, indirekt) ist nach den Richtlinien der BÄK Bestandteil der Blutgruppenbestimmung.

Physiologie:

bulletAB0-System:
bullet1901 von dem österreichischen Bakteriologen Karl Landsteiner entdeckt, der 1930 den Nobelpreis erhielt
bulletBlutgruppenantigene sind auf der Oberfläche von Erythrozyten, aber auch von Leukozyten und Thrombozyten zu finden
bulletauf allen Erythrozyten findet sich eine sogenannte heterogenetische Substanz "H" (= Vorläufersubstanz = Präkursor der A- u. B-Substanzen) , als "Anker" für die Verbindung des A- und/oder B-Merkmals an die Erythrozytenmembran dient
bulletfast alle Menschen sind HH homozygot
bulletextrem seltene Individuen des Typs Bombay (hh):
bullethaben keine Substanz "H" in der Erythrozytenmembran → Ausbildung von A und B ebenfalls nicht möglich → Ausbildung von Anti-A, Anti-B und auch einem  besonders starken Anti-H (siehe Landsteinersche Regel)
bulletIndividuen des Typs Bombay haben Antikörper gegen 0-Erythrozyten
bulletbei Transfusionen kommen nur Blutkonserven des Typs "Bombay" infrage
bulletbiochemische Spezifität der Blutgruppenmerkmale:
Blutgruppenmerkmal biochemische Gruppe, die enzymatisch (durch das H-Gen gesteuerte Glucosyltransferase) die Anlagerung an das Blutgruppen-Lipoproteinskelett gebunden wird
A α-N-Acetyl-D-Galactosamin
B D-Galactosid
H L-Fucose

 

bulletVererbungsgang: 
bulletjeweils 2 Erbanlagen (Allele) sind auf dem langen Arm des Chromosoms 9 (9q34) lokalisiert
bullet kodominante Merkmale A und B sowie das rezessive Merkmal 0 (Null):
Pänotyp Allel 1 Allel 2
0 0 0
A 0 A
B 0 B
A A 0
A A A
AB A B
B B 0
AB B A
B B B

 
bulletHäufigkeit der Phänotypen (Mourant et. al. 1976)
Blutgruppe Häufigkeit
Deutschland Schweiz Mitteleuropäer Lappen Aborigines Vietnamesen
0 42,8 40,7 39 18,2 44,4 45
A1 32,5 41,9 36,0 46,1 38 48 36,1 54,6 55,6 21,4
A2 9,4 10,1 10 18,5 0 0
B 11,0 9,2 9 4,8 0 29,1
A1B 3,1 4,1 2,9 3,7 3 4 6,2 12,4 0 4,5
A2B 1,1 0,8 1 6,2 0 0
 
bulletA-Untergruppen:
bulletBlutgruppe A:
bullet80% Untergruppe A1 
bullet20% Untergruppe A2 
bulletUnterscheidung klinisch praktisch ohne Relevanz:
bulletder Unterschied zwischen A1 und A2 ist im wesentlichen quantitativer und nicht qualitativer Natur: Die Erythrozyten von A1-Individuen tragen mehr A-Antigene und weniger H-Antigene
bulletA2-Individuen können in seltenen Fällen ein irreguläres Anti-A1 bilden, das bei Körpertemperatur hämolytische Aktivität entfalten kann

 

bulletSekretoren:
bullet80% der Individuen sind Sekretoren:
bulletBlutgruppenmerkmale sind auch im Speichel, Schweiß, Muttermilch, Tränenflüssigkeit und Harn nachweisbar
bulletdas Merkmal Sekretor (Se) wird dominant vererbt:
bulletphänotypische Sekretoren: Sese, SeSe
bulletphänotypische Nicht-sekretoren: sese
 
bulletAntikörper beim ABO-System:
bulletIm Plasma sind Antikörper gegen A und/oder B vorhanden
bulletLandsteinersche Regel: Im Serum eines Menschen kommen immer die Antikörper vor, die nicht zur Agglutination der eigenen oder gruppengleichen Blutkörperchen führen
bulletdie Antikörper werden auch ohne Sensibilisierung physiologisch gebildet
bulletEs handelt sich um IgM-Antikörper:
bulletkomplette Antikörper → Koagulation auch in physiologischer Kochsalzlösung möglich
bulletkeine Plazentagängigkeit
bulletdie Antikörper werden aufgrund einer inapperenten Immunisierung des Magen-Darm-Traktes gebildet, da die Antikörper ubiquitär vorkommen und somit auch den Darmtrakt passieren können (z.B. Fleisch- oder Milch-Aufnahme)
bullet Blut verschiedener Gruppen kann eine Agglutination der Erythrozyten infolge der Antigen-Antikörper-Reaktion zwischen Blutgruppenantigen auf der Zelloberfläche und Antikörper im Serum auslösen (AB0-Inkompatibilität) 
bullet siehe auch Individuen des Typs Bombay

 
bulletRhesus-System:
bullet1940 ebenfalls von Karl Landsteiner entdeckt:
bulletbei der Immunisierung von Nicht-Primaten (Kaninchen und Meerschweinchen) mit Blut von Rhesusaffen (und Menschen) ist eine Antikörperbildung aufgefallen (Rhesus-Antikörper)
bullet85 % der Bevölkerung sind Rh-positiv
bulletVererbungsgang: dominant 
bulleterythrozytäre Antigene, sogenannte Rhesusfaktoren (Rh-Faktoren):
bulletRhesusfaktoren C, D, E und c, d, e
bulletDer Rhesusfaktor D besitzt die höchste Antigenität
bulletnach heutigen Erkenntnissen sind die Rhesus-Faktoren ausschließlich auf Erythrozyten zu finden
bulletInkompatibilitäten gefährlich bei:
bulletBluttransfusionen
bulletGeburtshilfe (zum Beispiel beim Morbus haemolyticus neonatorum
bulletAntikörper werden nicht physiologisch, sondern erst nach Sensibilisierung gebildet:
bulletes handelt sich um inkomplette (IgG-)Antikörper, die plazentagängig sind
bulletMorbus haemolyticus neonatorum: das Erstgeborene einer rhesus-negativen Frau ist i.d.R. nicht gefährdet. Bildet die Frau während der Schwangerschaft oder bei der Geburt eines Rhesus-positiven Kindes im Rahmen einer Sensibilisierung durch Kindsblutkontakt Rhesusantikörper, ist das nächstgeborene Kind gefährdet. Schon während der erneuten Schwangerschaft treten Rhesus-Faktor-Antikörper des Typs IgG über die Plazenta in den fetalen Kreislauf über. Es kommt zu einer fetalen Hämolyse und unbehandelt oft zum Fruchttod.
bulletschwaches D-Merkmal (früher als Du bezeichnet):
bulletDweak → quantitative Verminderung der D-Antigene:
bulletPatienten gelten als Empfänger und Spender als D positiv
bulletDpartial → unvollständiger Aufbau des D Antigens
bulletPatienten gelten als Empfänger als D negativ und als Spender als D positiv

 
bullet

Weitere Systeme:

bulletKell-System:
bulletDas Kell-System ist das drittwichtigste System bei Bluttransfusionen. Die Vererbung ist noch nicht vollständig geklärt.
bulletDuffy:
bulletFya (Duffy a)
bulletFyb (Duffy b)
bullet Cellano
bullet Kidd (Jk):
bulletJka (Kidd a)
bulletJkb (Kidd b)
bulletLewis:
bulletLea (Lewis a)
bulletLeb (Lewis b)
bulletLutheran (Lu)
bulletMNSs:
bulletM
bulletN
bulletS
bullets
bulletP
bulletXg

Inkompatibilitätsprobleme:

bulletBluttransfusionen:
bulletZwischenfällen bis hin zum Tod des Empfängers
bulletOrgantransplantationen: 
bulletTransplantatabstoßung
bulletSchwangerschaft:
bulletBlutgruppenunterschiede (insbesondere Rhesusunverträglichkeit) zwischen der Schwangeren und ihrem Kind können zu schweren Kindsschäden bis zu dessen Tod führen (Morbus haemolyticus neonatorum)

Untersuchungsindikationen:

bulletSchwangerschaft (Mutterschafts-Vorsorge)
bulletgeplante Bluttransfusionen oder Organtransplantationen
bulletVaterschafts- oder Verwandtschaftstests (Abstammungsgutachten)
bulletforensische Medizin (Tätersuche und Spurensicherung)
bulletethnologische Untersuchungen

Untersuchungsmethoden:

bullet Probe:
bulletPatientenerythrozyten werden gegen Anti-A-, Anti-B- und Anti-AB-Antikörper getestet
bulletPatientenerythrozyten werden gegen 3 verschiedene Rhesus-Antikörper getestet
bulletSerum-Gegenprobe:
bullet Testerythrozyten der Blutgruppen A1, A2, B und 0 werden gegen das Patientenserum (Antikörper) getestet:
bulletsiehe Landsteinersche Regel
bulletbei Reaktionen gegen 0-Erythrozyten siehe auch Individuen des Typs Bombay
bulletBeispiel einer Blutgruppenbestimmung im Mikrotiterplattenformat:
bulletAuswertung:
bulletpositiv = Koagulation ("Knopfbildung" im untenstehenden Bild)
bulletnegativ = Erythrozyten bleiben suspendiert (homogene rote Flüssigkeit)
bulletTestschritte:
bulletAustestung der Patientenerythrozyten gegen Antikörper gegen die Merkmale A, B und AB
bulletAustestung der Patientenerythrozyten gegen 3 verschiedene Rhesus-Antikörper
bulletRhesus-Kontrolle: Patientenerythrozyten plus Zugabe von Albumin →  eventuell vorhandene inkomplette (IgG-)Antikörper können koagulieren → Nachweis von Störfaktoren bei der Rhesusbestimmung können erkannt werden
bulletUntersuchung des Patientenserums auf A1, A2, B, und 0-Antikörper mittels Test-Erythrozyten:
Blutgruppe (Erythrozytenmerkmal) Antikörper 
(siehe
Landsteinersche Regel)
0 A, B
A B
B A
AB keine
bulletAntikörper gegen 0-Testerythrozyten kommen physiologisch nicht vor, eine Abklärung auf irreguläre Antikörper muß erfolgen
bulletEigenkontrolle: Patientenserum und Patientenerythrozyten koagulieren 
 

 

Siehe auch:

bulletAntikörpersuchtest (siehe Coombs-Test, indirekt)
bulletHämolyse
bulletMutterschafts-Vorsorge
bulletSchwangerschaftsüberwachung
bulletPatienteninformation zur Blutgruppenvererbung

 

     

 

 

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